Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 06/2002

Der Monat auf Linux-Community.de

Eigentore und Office-Einsatz

Die Linux New Media AG - Herausgeberin des Linux-Magazins - betreibt im Internet die Diskussions- und News-Plattform www.linux-community.de. Wir werfen einen Blick auf die dort kontrovers diskutierten Ereignisse der letzten Wochen.

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Was haben wir gelacht: Unisys wollte der Menschheit den Weg aus der Open-Source-Welt zeigen - und lief damit prompt auf Grund. Dominik von Wyl wies die Community-Mitglieder unter [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=3470] auf die Seite [http://www.wehavethewayout.com] hin. Als Alternativen zu freien Lösungen wurde dort Software auf Microsoft-Basis angeboten. Die Seite lief auf FreeBSD/Apache, wurde aber - kurz nach Erscheinen der Konfiguration via Netcraft - auf IIS umgestellt, mit dem Effekt, dass die Seite nicht mehr erreichbar war.

"Klassischer Fall von Eigentor", kommentiert Mike Schulte, Brent Michalski postet einen Link zur Seite [http://www.wehadthewayout.com]. Die konsequente Antwort ist aber die Webseite [http://www.wehavethewayin.com], auf die Jörg Fehlmann im Internet stieß. Bei Seiten sind noch online.

KDE 3.0

Ein wichtiges Ereignis im vergangenen Monat war natürlich das Erscheinen von KDE 3.0. Viele Mitglieder der Linux-Community haben sich gegenseitig geholfen, wenn Probleme bei der Installation aufgetreten sind. Zu den häufigsten Hürden zählten falsch gesetzte Variable und Pfade. Insgesamt war der erste Eindruck aber recht positiv, die Arbeit der Entwickler stieß bei den Usern auf Anerkennung.

Open Office Build

Unter [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=3436] schreibt Max J. Werner über die neue Build Nummer 641 von Open Office. Sie hat fast schon historische Bedeutung, denn laut Maintainer soll es die letzte vor der Release mit der neuen Versionsnummer 1.0 von Open Office sein.

Die Meinung der Community-Mitglieder ist auch in diesem Fall eher positiv: "Ich persönlich finde Open Office um einiges besser als Star Office, da es meiner Meinung nach schneller ist. Das Einzige, was ich vermisse, sind verschiedene Sprachversionen von Open Office. Gibt es eventuell schon eine deutsche Version und wie sieht es denn mit neuer deutscher Rechtschreibung aus? Fazit: Open Office ist schon relativ stabil und es verdient sich die Versionsnummer 1.0. Jedoch warte ich auf andere Sprachen", so Raphael Bugajewski.

Jens Neunaber und Jörg Fehlmann wussten eine Antwort auf die Frage nach den anderen Sprachversionen und posteten gleich einige URLs. In diesem Zusammenhang fragte ein Mitglied der Community nach einer alten Version von Star Office, einer mit der Nummer 3.1. Im Internet ist sie wahrscheinlich nicht mehr zu finden, aber vielleicht hat jemand ja noch eine in seinem Schrank stehen.

Oliver Kluge berichtete über die Release von Codeweavers Crossover Office, das den Einsatz von Microsoft Office unter Linux erlauben soll. [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=3423]

Murphy meint dazu: "Ich denke, Firmen werden, wenn sie überhaupt - trotz Bedarf an MS-Office - Linux als Desktop-OS wählen, eher die paar Mark mehr für VMware ausgeben, denn damit haben sie eine wirklich stabile Lösung. Und den großen Durchbruch im kommerziellen Desktop-Bereich wird, wie ich fürchte, auch ein aufgebohrtes Wine nicht bringen, denn der hätte schon mit VMware 2 kommen müssen ... Also bleibt (zumindest fürs Erste) IMHO nur der SOHO-Bereich, in dem diese Lösung interessant werden könnte."

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