Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2002

Prototyp des Fujitsu-Siemens Lifebook B 2562 im Test

Handlicher Begleiter

Noch ist es nicht erschienen, das Fujitsu-Siemens Lifebook B 2562. Wir haben exklusiv einen Prototyp vorab getestet und berichten, worauf Sie unter Linux achten müssen.

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Das Lifebook B 2562 von Fujitsu-Siemens ist ein kompaktes Sub-Notebook. Der Prototyp sieht dem im Linux-Magazin 4/01 getestete Vorgänger B 2154 kaum ähnlich: Das 10,3 Zoll große Display mit Touchscreen hat XGA-Auflösung (1024 mal 768 Pixel) bei 125 dpi. Unter der vergleichsweise kleinen Tastatur arbeitet ein Mobile Pentium III mit 700 MHz. Durch das Heruntertakten in zwei Stufen auf minimal 300 MHz lässt sich bei geringer CPU-Last einiges an Energie einsparen.

Der kleinen Akku mit knapp 20 Wattstunden Kapazität reicht bei aktiviertem Speed-Step für gut 100 Minuten. Der doppelt so große optionale Akku kostet rund 150 Euro zusätzlich. An den Abdeckungen der Schnittstellen, es stehen Monitor-Anschluss, zweimal USB sowie Irda zur Verfügung, hat sich nichts geändert: Immer noch werden ungesicherte Gummistöpsel verwendet, die viel zu leicht verloren gehen.

Hakeliger Touchscreen

Das Gerät wurde mit vorinstalliertem SuSE Linux 7.3 geliefert. Neu ist der Touchscreen-Treiber für XFree86 4, bisher gab es nur bis Version 3.3.6 Unterstützung. Der neuer Treiber ist allerdings verbesserungsbedürftig. So scheint der Touchscreen etwas ignorant zu sein, wenn es um das Regis- trieren eines Klicks oder Dop-pelklicks geht. Für einen einfachen Klick, um zum Beispiel in der Konsole ein Menü zu öffnen oder einen Button zu drücken, muss der Stift aufgesetzt und nach einem kleinen Moment wenige Pixel nach unten bewegt werden.

Der Abgleich der Koordinaten des Touchscreens erfolgt wie bisher in der »XF86Config«, die Konfiguration des getesteten Prototyps finden Sie unter[1]. Der Grafikchip ist ein ATI Rage Mobility P/M, der von XFree86 4 problemlos erkannt wird, allerdings keine 3D-Hardwarebeschleunigung hat.

Aufrüstmöglichkeiten: Beschränkt

Das B 2562 ist mit einem SoDIMM-SDRAM-Slot ausgestattet. Im Prototyp waren es 128 MByte RAM, später sollen es 256 MByte sein. Ob das Gerät die noch nicht erhältlichen 512-MByte-Module vertragen wird, kann Fujitsu-Siemens nicht versprechen. Dafür stehen, anders als beim Vorgänger B 2154, zwei Cardbus-Slots zur Verfügung.

Ein eingebautes CD-ROM gibt es nicht, Der Hersteller bietet stattdessen ein USB-Laufwerk an. Für den Test verwendeten wir jedoch einen Adaptec 1460 PCMCIA-SCSI-Controller mit einem externen CD-RW-Brenner, da diese Kombination von den Bootdisketten direkt unterstützt wird und eine deutlich höhere Datenrate als USB-Laufwerke erreicht. Die PCMCIA-Karte blieb im Betrieb angenehm kühl, denn die Slots sitzen vorne rechts im Gehäuse, weit weg von der CPU.

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