Open Source im professionellen Einsatz

Der Monat auf Linux-Community.de

Bundestag und Swapping

Die Linux New Media AG - Herausgeberin des Linux-Magazins - betreibt im Internet die Diskussions- und News-Plattform www.linux-community.de. Wir werfen einen Blick auf die dort kontrovers diskutierten Ereignisse der letzten Wochen.

Umgangsformen sind immer ein aktuelles Thema im Internet. Einige Zeitgenossen nutzen die scheinbare Anonymität, um sich kräftig im Ton zu vergreifen. Constantin Lemke hat die zum Teil rüde geführte Diskussion um eine neu vorgestellte Webseite zum Anlass genommen, um Kritik zu üben: "Wenn man sich einige Antworten auf Fragen ansieht oder als konkretes Beispiel die Reaktionen auf die Reklame für Kgeneration.de, fragt man sich, ob es für Arroganz auch Punkte auf Linux-community.de gibt." [www.linux-community/Neues/story?storyid=2258]

Mehr Rücksicht

Die Forderung nach mehr Rücksicht auf neue, unerfahrene User ist zweischneidig: Sven Anders sagt: "Ich fühle mich als Linux-Experte (zumindest an einigen Stellen) und muss sagen, dass ich ein etwas anderes Ziel habe, wenn ich Newbies helfe: Ich möchte vor allen Dingen Hilfe zur Selbsthilfe geben."

Dem entgegnet Frank Brodbeck: "Wo bleibt die Kommunikation, wenn jeder selbst nachlesen soll? Jeder sitzt zu Hause und ist für sich allein. Kein verbindendes Element und ich behaupte, dass jeder in der Lage ist, sich selbst zu informieren. Ich jedenfalls habe es lieber, mich mit jemandem zu unterhalten und auch in der Unterhaltung Fragen stellen zu dürfen. Ihr hättet bestimmt alle blöd geschaut, wenn eure Lehrer damals in der Schule auf eure Fragen mit RTFM geantwortet hätten, und es heißt nicht umsonst, dass es keine dummen Fragen gibt - nur dumme Antworten."

Eine deutlich ablehnende Haltung vertritt Max Werner: "Viele Fragen, die in Foren und Newsgroups gestellt werden, sind FAQs und über eine Suche bei Google zu Tausenden zu finden (inklusive der Antworten). Auf solche Fragen kann ich nicht mehr sehr freundlich antworten."

Gleichzeitig entspringt aber auch eine Diskussion über die freie Meinungsäußerung, die nach Meinung vieler Community-Mitglieder ein hohes Gut ist. "Kann man sich überhaupt kritisch in diesem Forum äußern", fragt Max Werner im gleichen Atemzug. Und bekommt als Antwort ein klares Ja. "Natürlich darfst du deine Meinung sagen. Auch in unhöflichen Worten. Aber vielleicht solltest du dran denken, dass dieses Forum öffentlich ist und deine Postings somit zu deinem Aushängeschild werden."

Neulinge mit undifferenzierter, unkonstruktiver Kritik in die Flucht schlagen ist nicht im Sinne der meisten Community-Members. "Wo bleibt der Gemeinschaftssinn (Community)?", fragt Murphy. Und Johnny Graber fügt hinzu: "Du darfst deine Meinung frei äußern. Wir dürfen dich ebenso frei bewerten!"

Im Verlauf der Diskussion beruhigen sich die Gemüter; es zeigt sich aber, wie wichtig die richtigen Umgangsformen sowohl für die Neueinsteiger als auch für erfahrene Unix-/Linux-Experten sind. Im Zusammenhang mit den Fragen sei an dieser Stelle nochmals auf eine ausgezeichnete Sammlung von Fragen und Antworten zum Thema Linux verwiesen: [www.dcoul.de/faq/html/]. Wer hier fündig wird, erspart sich vielleicht den einen oder anderen Rempler auf der Community.

Bits und Bytes

Kurz möchten wir auf den Thread verweisen, der Anstoß zu einer ausführlichen Recherche von Oliver Kluge, Hardware-Chef von Linux New Media, führte. Es war ein Kommentar von Markus Walser [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=2354]. Lesen Sie die ganze Geschichte auf Seite 47 unter dem Titel "Bitte ein kibibyte". Die Story selbst berichtet von einem Patch, mit dem auf IDE-Platten Petabyte-große Dateien gespeichert werden können.

Abbildung 1: In der Mitte der Startseite lockert das Schlaglicht seit neustem die textlastige Seite auf.

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