E-Business mit Zelerates All-Commerce-Suite
Schweres Geschäft
Vor das E-Business haben die Entwickler von All Commerce 1.2.3 den Schweiß gesetzt: Das sehr leistungsfähige Produkt ist leider ausgesprochen unhandlich.
Vor das E-Business haben die Entwickler von All Commerce 1.2.3 den Schweiß gesetzt: Das sehr leistungsfähige Produkt ist leider ausgesprochen unhandlich.
Der Hersteller von All Commerce, die Firma Zelerate, bezeichnet sich selbst als führenden Anbieter von Open-Source-Lösungen für E-Commerce. All Commerce läuft unter anderem auf der Think-Geek-Website, der Fanshop-Abteilung des Open Source Developer Networks (OSDN). Dort macht die Applikation subjektiv einen herausragend schnellen Eindruck - also Grund genug, das Produkt in einer Kurzvorstellung genauer anzusehen.
So viel sei gleich vorab verraten: Wer sich von All Commerce vielleicht verspricht, ohne größeren Installations- und Einarbeitungs-Aufwand einen Onlineshop ins Netz stellen zu können, sollte diese Illusion getrost sofort beiseite legen. Ambitionierte Hobby-Bastler werden sich dagegen schon während der Installationsphase heimisch fühlen und Leute, die auf eine intuitiv bedienbare Produktverwaltung sowieso verzichten können oder wollen, werden in All Commerce einen guten Freund finden.
Genug Vorschusslorbeer - jetzt sollen die Fakten sprechen. All Commerce untersteht der GPL. Die in Perl geschriebene E-Commerce-Applikation ist unter Linux, Solaris, FreeBSD und Windows 2000 verfügbar, als Datenbanken unterstützt sie MySQL, MSQL, Oracle, Informix und PostgreSQL.
Nachdem die benötigten Perl-Programmpakete von [1] heruntergeladen wurden, eine SQL92-fähige Datenbank und ein Webserver (beispielsweise Apache) installiert und konfiguriert sind, erfolgt das Entpacken des unter [2] verfügbaren Tar-Pakets: Der Aufruf hierfür lautet »tar zxvf os_AllCommerce.1.2.x.tar.gz«. Danach muss der künftige Shop-Betreiber das Perl-Skript »configure .pl« auf der Konsole ausführen, um Einstellungen bezüglich der verwendeten Backoffice-Software (Datenbank und Webserver) vorzunehmen.
Außerdem werden hier die wichtigen Shop-Daten wie Shopname, Administrator-Passwort und beispielsweise der Mehrwertsteuersatz eingetragen. An dieser Stelle wird der eine oder andere eine übersichtliche Eingabemaske wahrscheinlich schmerzlich vermissen. Bei der Installation traten zudem zahlreiche Ungereimtheiten auf. So sind zum Beispiel absolute Pfadangaben hart in Perl-Module kodiert und müssen dort gegebenenfalls angepasst werden.
Abbildung 1: Die Web-basierte Administrations-Oberfläche von All Commerce ist in verschiedene Module aufgeteilt. Für jede Aufgabe steht ein eigener Manager zur Verfügung.
Nach erfolgreicher Installation kann sich der Shop-Betreiber über einen Webbrowser als Administrator einloggen. Abbildung 1 lässt den modularen Aufbau von All Commerce ahnen, der Administrator gelangt über ein ansprechendes Menü zu den funktionalen Einheiten der E-Commerce-Suite. Hier spielt All Commerce seine Stärken aus. Es bietet Module für die folgenden Bereiche:
Die einzelnen Module bieten zahlreiche Funktionalitäten. So liefert die Statistikauswertung Informationen über die beliebtesten Shopseiten, die zurzeit im Shop eingeloggten Benutzer oder über die Warenkörbe der Shop-Kunden. Weitere Features sind die optionale Anbindung an ein Kreditkarten-Gateway, die Erstellung von WAP-fähigen Shopseiten und XML-Support.
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