Open Source im professionellen Einsatz

Portrait der Berliner Linux User Group

Vom Urknall zu den Advanced Lectures

In dieser neuen Reihe stellen wir die Linux-Usergroups in ganz Deutschland und später in anderen Ländern vor. Den Auftakt macht eine sehr aktive und traditionelle Gruppe, die Berliner Linux User Group, kurz BeLUG.

Die BeLUG ging aus einem Seminar am Institut für Informatik der Humboldt-Universität Berlin hervor. Anfang 1995 hatte Linux bereits eine gewisse Verbreitung, und die Organisatoren öffneten ihre Seminare mit der Zeit auch für Nicht-Studenten. So kam es am 3. Mai 1995 zu dem ersten Treffen, das von Harald Böhme in einer Berliner Newsgroup angekündigt wurde. Das Thema dieses Abends war "Linux- Installation, die Grundlagen ...", vorgetragen haben Harald Böhme und Sebastian Hetze. Dieser Termin ist der BeLUG-Urknall.

Der BeLUG-Urknall

Ein Urknall braucht Energie zum Zünden. Die floss aus dem Seminar. Dort entstand das Buch "Linux Kernel-Programmierung" [1]. Das Autorenteam arbeitete ebenfalls an der BeLUG, insbesondere Harald Böhme (siehe Interview) ist heute noch eine zentrale Person der Gruppe.

Facts

Gründung: Mitte 1995

Web: http://www.belug.org

Mail: Wer an der Mailingliste der Berliner LUG teilnehmen möchte, sendet eine Mail an:

majordomo@mlists.in-berlin.de

mit dem Text: subscribe linux-l

Mitgliederzahl: zirka 15 als aktiver Kern, rund 100 regelmäßige Besucher, ungefähr 300 auf der Mailingliste

Ort und Uhrzeit der Treffen:

Jeden zweiten Samstag, 15 Uhr

IN-Berlin (Individual Network Berlin e.V.)

Kiautschoustraße 18

13353 Berlin-Wedding

U 9, Bahnhof Amrumer Straße oder Leopoldplatz

U 6, Bahnhof Wedding

Bus 248 bis Kiautschoustraße

    221 bis Luxemburger Straße

    245 bis U-Bahnhof Wedding

    120 bis U-Bahnhof Wedding

Aktivitäten. Einführungskurse: Neben den Terminen am Mittwoch finden an vielen Samstagen Einführungskurse statt, beispielsweise zur Installation von Linux; Infotage.

Zweite Energiequelle war und ist Sebastian Hetze, der bereits 1991 auf Linux setzte und mit Martin Müller die Firma LunetiX gründete. Beide sind Mitautoren des Linux Anwenderhandbuchs [2], dem ersten original-deutschsprachigen Werk zu Linux. Zusammen mit Dirk Hohndel und Olaf Kirch entschlossen sie sich, große Teile des Buches im Internet zugänglich zu machen - ganz im Sinne von freier Software. Ein sehr mutiger und ungewöhnlicher Schritt.

Regelmäßige Vorträge

Nach diesem Urknall begannen die regelmäßigen BeLUG-Treffen in den Räumen der Humboldt-Universität und in den folgenden Jahre gelang es, die Berliner Linux-Gemeinde alle zwei Wochen mit einem Vortrag zu versorgen. Wie sich auf den Webseiten [3] nachlesen lässt, sind nur wenige Treffen ausgefallen.

Mitte 1995 wurden die ersten Kontakte zu anderen Usergroups und zum Linux-Magazin aufgebaut. Ein erster Bericht von einem Treffen erschien Ende 1995 im Linux-Magazin und ist unter [4] nachzulesen.

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