Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2001
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... der Rest unter Linux

Ist das erste Setup geschafft, geht es unter Linux weiter. Den Verbindungsaufbau und das Halten der Verbindung wird der PPP-Dämon erledigen. Wer sich mit dessen Konfiguration und Parametern nicht auskennt, dem seien die Manpages und einschlägigen HOWTOs empfohlen.

Ist auf einem der Rechner eine echte Modemverbindung zu einem Internet-Provider eingerichtet, ist erhöhte Aufmerksamkeit beim PPP-Konfigurieren nötig - diese Connection ist nämlich auch Sache des PPPD.

Die Linux-Linux-Verbindung

Um eine Nullmodem-ähnliche Linux-Linux-Direktverbindung zu konfigurieren, muss in die Datei /etc/inittab jenes PCs, an dem die Basisstation hängt, noch eingetragen werden:

pp:23:respawn:/usr/sbin/pppd 
/dev/ttyS1 115200 crtscts silent  
nodetach local passive  
10.10.10.1:10.10.10.2 mtu 296 mru 296

Auf dem Rechner, an dem das als Teilnehmer konfigurierte Gerät hängt, ist in die Datei /etc/inittab entsprechend einzufügen:

pp:23:respawn:/usr/sbin/pppd 
/dev/ttyS0 115200 crtscts 
local passive 
nodetach mtu 296 mru 296

Bei beiden Einträgen ist darauf zu achten, dass die Pfadangabe von pppd korrekt ist. In machen Systemen steht der PPP-Dämon an anderer Stelle.

Ist das geschafft, erreicht ein

kill -1 1

als root das frisch Einlesen der inittab durch den Init-Prozess. Bekanntlich konfiguriert die inittab die Prozesse auf Login-Level, also hier den Start des PPP-Dämons. Das genannte Kill-Kommando muss natürlich auf beiden Rechnern ausgeführt werden.

Zum Schluss der Konfiguration ist gegebenenfalls noch das Routing zu modifizieren, wenn zusätzlich auch andere Rechnernetze über die eingerichtete Funkstrecke erreichbar sein sollen.

Bild 3: Das M101 kann über eine ISDN-Anlage Internet-Verbindungen aufbauen

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