Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2001
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Technik und Reichweite

Für die Funkübertragung der Datensignale verwendet Siemens die DECT-Technik (Digital Enhanced Cordless Telecommunications), die durch die klassischen schnurlosen Funktelefone bekannt ist.

Das Gerät arbeitet im Funkfrequenzbereich 1,88 bis 1,90 Gigahertz. Das Frequenzband mit dem Verfahren FHSS (Frequency Hopping Spread Spectrum) moduliert auf 120 Duplexkanäle aufgeteilt. Moduliert wird per GFSK.

Die aufgebauten Verbindungen sind abhörsicher, da DECT Encryption-Funktionen besitzt. Die DECT-Technik wurde für Inhouse-Lösungen konzipiert und überwindet daher auch bedingt Hindernisse wie etwa Hauswände. Unter günstigen Bedingen sind so bis zu 50 Meter überbrückbar. Im Freien sind bei Sichtverbindung 300 Meter, im Einzelfall auch 450 Meter zu erreichen.

Für die Übertragung zur Gegenstelle ist eine einfach gehaltene Dipol-Antenne am Gerät angebracht, die nach beiden Seiten gleichmäßig abstrahlt. Somit ist die Reichweite in beiden Richtungen gleich groß.

Das Gerät bietet keine Möglichkeit zum Anschluss einer externe Antenne, um so die Reichweite zu erhöhen, denn die Ausgangsleistung ist auf 10 Milliwatt pro Kanal begrenzt. Eine größere Reichweite wäre zum Beispiel beim Einsatz außerhalb von Gebäuden wünschenswert, um weiter entfernte Teilnehmer anzubinden. Wer dieses Problem durch das Einbauen einer eigenen Antenne umgehen will und das Gerät eigenmächtig bautechnisch verändert, riskiert seine die Postzulassung.

Um die Effizienz trotzdem zu verbessern, hilft die Besinnung auf nachrichtentechnische Grundlagen: Man bringt auf einer Seite der Dipolantenne eine Stahlplatte im Abstand von Lambda/4 an. (Das ist keine bautechnische Veränderung im engeren Sinne, also nicht ausdrücklich verboten.) Als Folge konzentriert sich die Gesamtleistung der Antenne auf der anderen Seite. Jetzt kann das Gerät zwar nur noch in einer Richtung senden und empfangen, aber dafür mit wesentlich mehr Intensität.

Die ersten Schritte unter Windows ...

Jedes der beiden Geräte ist als Basis- und Partnerstation betreibbar. Um das Funknetz in Betrieb zu nehmen, kommt man anfangs nur schwer um Windows herum. Beide M101 müssen mit der beiliegenden Software konfiguriert werden. (Alternativ gibt es ein Linux-Programm [6].) So muss zum Beispiel der mobile Teil an der Basisstation angemeldet werden, damit eine Verbindung zustande kommt. Dieser Schritt ist jedoch nur einmal erforderlich, danach kommen die Geräte mit Linux allein klar.

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