Open Source im professionellen Einsatz

LinuxPark auf der Systems 2000

Mehr los als auf der CeBit

"Ich hoffe, dass sich Veranstaltungen wie der LinuxPark eines Tages überleben werden." Mit dieser provokanten Formulierung reagierte der Vorstandsvorsitzende der SuSE GmbH, Frank Dyrhoff, auf die Frage, wie er die Zukunft der Sonderausstellung sehe. Das bedeute - so beschwichtigte er grinsend -, dass dann Linux so weit verbreitet ist, dass es nicht mehr in einem eigenen Themenpark zusammengefasst werden muss.

In der Tat hat sich sowohl qualitativ als auch quantitativ einiges getan seit der Systems 1999. Rund doppelt so viel Ausstellungsfläche als im vergangenen Jahr teilten sich die kommerziellen Aussteller mit den Vertretern der Open-Source-Bewegung. Es wurde trotzdem eng, aber die Stimmung war gut: "Der LinuxPark ist eine runde Sache", fasste Harald König vom XFree86-Projekt am Freitag die fünf anstrengenden Messetage für sich zusammen. Viele andere dachten das Gleiche.

Mit einer einheitlichen Optik, die durch ein umlaufendes Band oberhalb der Stände realisiert wurde, war die Präsenz von Linux-Anbietern kompakt zusammengefasst und fiel den Besuchern auch schneller auf. "Hier ist mehr los in Sachen Linux als auf der ganzen CeBit", staunte da ein Besucher. Er war extra wegen des LinuxParks auf die Messe gekommen.

Andreas Kalbitz, Mitglied des PingOS-Projektes im Gespräch mit Besuchern im Open-Source-Bereich des LinuxParks.

Andreas Kalbitz, Mitglied des PingOS-Projektes im Gespräch mit Besuchern im Open-Source-Bereich des LinuxParks.

Gute Geschäfte

Baastrup EDV-Entwicklungs GmbH konnte auf dem LinuxPark einen gelungenen Geschäftsabschluss verkünden, und Frank Littinski sagte nach Abschluss des Geschäfts mit der Mannesmann Mobilfunk AG, das bereits im Vorfeld der Systems 2000 über die Bühne ging: "Der Kontakt zu den anderen Ausstellern ist sehr gut gewesen und mir persönlich hat die Atmosphäre hier im LinuxPark ausgezeichnet gefallen." Baastrup EDV-Entwicklungs GmbH wird zusammen mit Mannesmann rund 100 Thin-Clients in den Mobilfunk-Zentralen des Anbieters installieren. Die Geräte basieren auf den x-Terminals und laufen unter Debian 2.2 mit einer an XFree86 4.0 angepassten CDE-Oberfläche.

Martin Konold, SuSE-Entwickler, bezeichnete den LinuxPark im runden Jahr 2000 als "größer und professioneller" als im vergangenen Jahr. Und Matthias Ettrich, Trolltech-Entwickler und einer der Haupt-Maintainer des KDE-Projekts, sekundiert: "Linux-Veranstaltungen sind immer ein Treffen von alten Bekannten. Das wird durch den LinuxPark erfreulich gefördert. Er ist zu einer Messe innerhalb der Messe geworden."

LinuxPark als Magnet

"Der LinuxPark innerhalb der Systems hat wie ein Magnet gewirkt und vielen Leuten einen Überblick über die Linux-Szene gegeben", sagte Thomas Meier, Business Development Manager bei Silicon Graphics Inc. (SGI). "Linux ist für SGI weiterhin ein starkes Thema und wir haben hier viele Kontakte zu Entwicklern knüpfen können". Am Stand gegenüber zeigte die Firma AppTime eine Cluster-Lösung unter Linux für heterogene Netzwerke. Auch hier drängten sich die Kunden um die Terminals und die Mitarbeiter zeigten sich rund um zufrieden mit dem Andrang. Robin Saad Tawab resümiert:"Uns hat der LinuxPark als Ausstellungsort überzeugt. Es hat sich gelohnt."

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